Schüler des Projektkurs Kunst zeigen kreative Ergebnisse

Ein Zeitungsartikel von Anna Petra Thomas aus der Heinsberger Zeitung

HEINSBERG. Mit dem Thema Reisen hat sich für ein Schuljahr der Projektkurs Kunst in der Stufe Q1 (Jahrgangsstufe 11) des Heinsberger Kreisgymnasiums befasst und seine Ergebnisse jetzt in einer mehrtägigen Ausstellung präsentiert.

Präsentation Projektkurs Kunst 2018

Foto: Anna Petra Thomas

Nicht immer komme ein solcher Kurs zustande, der als Ergänzung zum Grundkurs Kunst sehr praktisch ausgerichtet sei, erklärte Lehrerin Eva Kozikowski vor der Vernissage, die schon vor dem Kunstraum im Altbau der Schule begann. „Aber wir hatten in diesem Jahr eine sehr an Kunst interessierte Gruppe von zwölf Schülern.“

Die Lehrerin und die Schüler führten Familienangehörige, Freunde und Lehrer, die zur Vernissage gekommen waren, in ihre Arbeit ein. Das Thema Reisen habe allen gut gefallen, weil sich darin jeder wiederfinden könne, so die Lehrerin. Und doch habe es jeder für sich ganz anders interpretiert. Verbindendes Element sei nur gewesen, dass sich alle auf den Weg gemacht und neue Bereiche erkundet hätten.

Schließlich machten sich auch die Besucher auf Entdeckungsreise. Sie entdeckten Werke in denen Schüler eine Reise in die Zukunft, in die Zukunft oder auch in eine Fantasiewelt unternommen hatten. Hinzu kamen Werke, in denen das Reisen an sich, etwa zur Erholung, thematisiert wurde.

Interessant war auch ein Blick in die sogenannten Artbooks der Schüler. Darin ließ sich der Weg ihrer Arbeiten von der ersten Idee bis zum fertigen Kunstwerk nachvollziehen. Begeistert waren die Besucher zunächst von einem Kunstwerk, dass sogar live präsentiert wurde. Mona Wilms hatte eine Reise in die Zukunft unternommen, bei der sie die Mode des Jahres 2048 nicht nur selbst entworfen, sondern auch gleich geschneidert hatte.

Ihre Mitschülerin Agnes Shala präsentierte ein Outfit für die Frau, die dann in einer Unterwasserstadt leben wird, Greta Krappen war für den Spaziergang in einer künftigen Wüstenstadt passend gekleidet. Ein Beispiel aus entgegengesetzter Richtung zeigte Maya Kunert. „Ich wollte von Anfang an etwas bauen“, erklärt sie den Bewunderern des Modells vom Kreisgymnasium.

Und dass sie sich dann mit der Geschichte ihrer Schule auseinandersetzen würde, lag auch auf der Hand: „Mein Opa, Dr. Gerd Husung, kam 1954 hier auf die Schule, und meine Mutter, Anja Husung-Kunert, hat hier vor genau 25 Jahren Abitur gemacht“, erzählte die Schülerin. Nicht zuletzt feiert die Schule in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen. Maya Kunert hatte die unterschiedlichen Bauten der schule nicht nur im kleinen Maßstab aus Pappe nachgebaut, sondern auch Fotos oder Zeitungsartikel auf die Gebäude aus ihrer jeweiligen Entstehungszeit geklebt.

Interessierte Zuhörer fand neben den anderen jungen Künstlern dann auch Michael Dell, der eine „Reise durch die Welt von Lol“ unternommen hatte. Er präsentierte sich eindrucksvoll als Kämpfer in einem Kostüm, das er ebenfalls mit seiner Mutter von Hand geschneidert hatte, dazu mit einem Schild und einem Schwert aus Holz, beides ebenfalls selbst hergestellt.