Forschung im Köpfchen
Bei diesjährigen, zweitägigen Besuch im Forschungszentrum Jülich haben wir, 13 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8, im Rahmen der JuLab Kooperation viel zum Thema Gehirn gelernt und experimentiert.
Am ersten Tag des Besuchs wurden wir wie immer von einem Bus um 7:45 Uhr an der Bushaltestelle vor dem Forum der Schule abgeholt. Nach der Ankunft am Forschungszentrum Jülich erhielten wir unsere Eintrittspässe für die kommenden zwei Tage und kamen nach einem kurzen Fußmarsch über das Gelände am Gebäude der JuLAB- Kooperation an. Dort begaben wir uns nach einer kleinen Stärkung und der Erklärung des Tagesablaufs ins Biologie-Labor, erhielten, wie immer, unsere Hefte mit den Aufgabenstellungen für den Tag und konnten unverzüglich nach der Sicherheitseinweisung loslegen. Um den Umgang mit Handmikrotom, Skalpell und weiteren Geräten zu erlernen, schnitten wir zuerst hauchdünne Scheiben von Möhren ab, um diese anschließend zu mikroskopieren. Sobald wir diese erste Aufgabe bewältigt hatten, durften wir besagten Ablauf ebenfalls mit Hühnerherzen wiederholen, um so besser zu verstehen, wie man in der Gehirnforschung Schnitte von Gehirnen herstellt. Diese Hühnerherzscheiben färbten wir anschließend mit Eisenhämatoxylin nach Weigert und der Hämatoxylin-Eosin-Färbung nach Carazzi und mikroskopierten diese ebenfalls.

Nun ging es gegen Mittag zur Kantine und mit neu geschöpfter Kraft begaben wir uns auf eine Führung durch eines der Labore in denen Gehirnforschung betrieben wird. Hier lernten wir sehr viele spannende Fakten zum Thema Gehirn, sahen hautnah zu, wie ein Schnitt eines Gehirns angefertigt wurde, bekamen ein echtes, menschliches Gehirn zu Gesicht und durften es sogar vorsichtig berühren. Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle, um nach einem spannenden ersten Tag die Rückfahrt nach Heinsberg anzutreten. Am zweiten Tag des Besuchs begaben wir uns zunächst in den Konferenzraum des JuLab-Gebäudes, um dort einige Erinnerungs- und Geschicklichkeitsübungen durchzuführen. Beispielsweise mussten wir uns an Begriffe erinnern oder mit beiden Händen einen Weg durch ein Labyrinth zeichnen ohne die Wände zu berühren. Danach ging es los auf eine Führung durch ein weiteres Labor der Gehirnforschung, in welchem zahlreiche MRT bereitstanden. Wir lernten viel darüber, wie man mit diesen Vorrichtungen Forschung betreibt und wie diese überhaupt aufgebaut sind beziehungsweise bedient werden.

Anschließend erhielten wir eine weitere spannende Führung durch die Gebäude der Supercomputer im Forschungszentrum Jülich, welche Daten aus aller Welt empfangen und auswerten und maßgeblich zur Auswertung der Daten der Gehirnforschung beitragen. Rückblickend fanden wir alle den Aufenthalt und die Einblicke in die Gehirnforschung sehr spannend und freuen uns bereits auf die weitere Kooperation, die uns bisher schon oft zeigte, wie wichtig das Gehirn doch für uns ist – eben Forschung im Köpfchen.

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Die Busfahrt wurde durch den MINT-Fonds des zdi-Netzwerk Aachen und Kreis Heinsberg gefördert. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.
Nick Welters (Klasse 8a)












