In diesem Schuljahr auf der Theaterbühne: MEDEA

Der LITERATURKURS DER OBERSTUFE wird in diesem Schuljahr die Tragödie MEDEA aufführen, die um 400 v. Chr. von dem griechischen Dichter EURIPIDES geschrieben wurde. Das Stück erzählt die Geschichte einer grausamen Rache. Weil ihr Mann Jason sie verlassen und Kreusa, die Tochter des Herrschers von Korinth, geheiratet hat, tötet MEDEA nicht nur diese, sondern auch die beiden Söhne, die sie gemeinsam mit Jason hat. Bei MEDEA handelt es sich um ein Schauspiel, das auch 2400 Jahre nach seinem Entstehen gleichermaßen fasziniert und verstört.

Studienfahrt nach Auschwitz 2019

Auschwitz – dieser Name weckt in jedem diffuse Vorstellungen eines Ortes des Grauens. Doch was bedeutet Auschwitz konkret? 52 Schülerinnen und Schüler des Kreisgymnasiums Heinsberg scheuten sich nicht, Augen und Herz für dieses dunkle Kapitel der Geschichte zu öffnen und besuchten bei einer Studienfahrt das Stammlager Auschwitz I und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Sechs Tage in Krakau, Auschwitz und Berlin hinterließen bei den Schülern bleibende Eindrücke, unendliche Bestürzung und viele Fragen. Dabei begleitete die Gruppe durch alle Stationen der Studienfahrt hindurch vor allem die eine große Frage. Wozu sind Menschen in der Lage?

Die nun bereits zum sechsten Mal durchgeführte Studienfahrt unter der Leitung von Michael Matzerath ermöglichte zur Beantwortung dieser Frage vielschichtige und sehr differenzierte Einblicke in die Positionen von Opfern, Täten, Zuschauern und Wegschauern.

Beginnend mit einer Stadtführung durch das 1150 km entfernte Krakau, lernten die Schülerinnen und Schüler auch das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz kennen, wo sie eine jüdische Synagoge und einen alten jüdischen Friedhof besichtigten. Anschließend wurde das ehemals jüdische Ghetto Podgorze besucht. Neben den zahllosen kleinen und großen Geschichten, die hier nahezu alle Hausfassaden erzählen, hinterließen insbesondere die Reste der vier Meter hohen Ghettomauer, deren oberer Abschuss der typischen Form jüdischer Grabmäler entspricht sowie der große Platz, auf dem sich die Bewohner des Ghettos am Morgen zum Abtransport in die Lager einfinden mussten, bezeichnende Bilder. Den Abschluss in Krakau stellte ein Besuch in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers dar, die mit hohem museumspädagogischen Aufwand aufbereitet und teilweise zum Museum über die deutsche Besatzung in Krakau umgebaut wurde.

Die Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz führte die Dimensionen des Schreckens der NS-Zeit auf vielfache Weise eindringlich vor Augen. Dabei benötigten die Räume, vollkommen gefüllt mit abrasierten Frauenhaaren, in den Gaskammern hinterlassenen Prothesen, Schuhen, oder übrig geblieben kleinen Habseligkeiten der Häftlinge, keine Erklärung und hinterließen nahezu wortlos eine grenzenlose Bedrückung.

Ebenso intensiv erlebten die Schülerinnen und Schüler auch die zahlreichen Fotographien der Häftlinge. Flure, gefüllt mit hunderten unbekannten Häftlingsgesichtern, die mit unbeschreiblichem Ausdruck in die Kamera blicken und damit die Besucher scheinbar direkt selbst anschauen, wirkten erschreckend und ergreifend.

Besonders emotional empfanden die Schülerinnen und Schüler auch die Bilder der verhungernden Kinder, die für die sadistischen Menschenversuche Josef Mengeles ausgewählt wurden und die Einzelschicksale hinter den bereits bekannten großen Zahlen verdeutlichten.

Die Wirkung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau wurde durch die äußeren Gegebenheiten zusätzlich unterstrichen. Bei sengender Hitze und über 40 °C ohne Schatten überquerten die Schüler das weitläufige Arbeitslager und sahen unter anderem die Lagerbaracken, einen ehemaligen Zugwagon, in dem die Häftlinge das Lager erreichten sowie die sogenannte „Sauna“, in der die zur Arbeit ausgewählten Häftlinge desinfiziert, rasiert und mit der Häftlingsnummer tätowiert wurden, um von einem Individuum zur Nummer verwandelt zu werden. Die entstandenen Eindrücke und Fragen wurden über die Möglichkeiten der Führung hinaus anschließend in einer gemeinsamen Reflexionsrunde geschildert und diskutiert.

Den Abschuss der Studienfahrt bildete Berlin, wo das Holocaustdenkmal, die erleuchtete Glaskuppel des Reichstagsgebäudes sowie die Ausstellung „Topographie des Terrors“ besucht wurden.

Die Studienfahrt blieb damit insgesamt nicht bei der Aufarbeitung der Vergangenheit stehen, sondern hat eine klare Botschaft: Die Verbrechen sind zwar in Auschwitz geschehen, aber sie können wieder geschehen – egal an welchem Ort und mit welcher Intention. Die Erinnerung an Auschwitz ist nicht nur wichtig, um den zahllosen Opfern zu gedenken oder die Geschichte zu kennen – sie ist notwendig für unsere Gegenwart und Zukunft. Die Konfrontation mit dem Schreckensort wird damit zu einem wichtigen Aspekt der Erinnerungskultur und zum Mahnmal für die Zukunft zugleich.

Er ist „der Neue“: Christof Schröder übernimmt offiziell Leitung des KGH

Am vergangenen Freitag, dem 30.08.2019, wurde Christof Schröder nun auch offiziell in sein Amt als Schulleiter des Kreisgymnasiums Heinsberg eingeführt. An dem Festakt nahmen neben zahlreichen Schülerinnen und Schülern sowie Mitgliedern des Kollegiums auch Dezernent Paul Palmen und Landrat Stephan Pusch teil. Schröder bekundete in seinen Antrittsworten sowohl Repsekt vor als auch Freude auf die vor ihm liegenden Aufgaben.

Schulleiterin des Kreisgymnasiums verabschiedet sich

Ein Artikel von Anna Petra Thomas aus der Heinsberger Zeitung

HEINSBERG. Im Rahmen eines Festakts mitten auf dem Schulhof des Kreisgymnasiums bei strahlendem Sonnenschein, aber reichlich Wind, haben sich Vertreter von Schule, Schulträger und Bezirksregierung von Schulleiterin Annegret Krewald verabschiedet, die in den Ruhestand geht.

Nicht weniger als 160 musizierende Schüler gestalteten die ausgedehnte Feierstunde musikalisch mit Orchester- und Chorbeiträgen unter der Leitung von Susanna Schael und Jaqueline Nelissen. Vorangegangen waren diesem Abschluss so einige Überraschungen. Schon am Morgen hatte Schülersprecherin Yllka Shala die Schulleiterin in ihrem Büro abgeholt und sie in einzelne Klassen geführt, in denen die Schüler sich auf ganz eigene Weise musikalisch oder mit anderen Aktivitäten verabschiedet hatten. Zum Abschluss des Schultages hatten sie sich alle Schüler auf dem Schulhof versammelt, um ihr mit einem weißen Taschentuch zuzuwinken. Schließlich hatten sie mit ihren bunt bemalten Händen das Wort „Danke“ auf einem weißen Tuch geformt, das über dem Eingang zum Schulhof hing.

„Dieser Tag schwebte eine ganze Zeit wie eine Drohung über uns“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Joachim Lengert in seiner Begrüßung und ergänzte, an Annegret Krewald gewandt: „Sie waren so lange und so erfolgreich hier tätig, dass es kaum vorstellbar ist, ohne Sie auszukommen.“

Landrat Stephan Pusch als Vertreter des Schulträgers bescheinigte der Schulleiterin, in den 18 Jahren am Kreisgymnasium Fachwissen, Führungsqualität und Engagement unter Beweis gestellt zu haben. Dabei habe sich die Schule in dieser Zeit erheblich gewandelt, nicht nur räumlich, auch in puncto Digitalisierung, G8 und wieder zurück oder Ganztags- und Mensabetrieb.

Foto: Anna Petra Thomas

Alle Investitionen in die Schule dürften auch als Zeichen für eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und -träger gewertet werden, so Pusch. Dabei sei es der Schulleiterin immer wichtig gewesen, nicht dem Zeitgeist zu folgen, sondern am gymnasialen Bildungsanspruch festzuhalten. „Und so hat das Abitur am Kreisgymnasium immer noch einen besonderen Rang, so wie diese Schule immer noch einen besonderen Ruf hat“, betonte er. Annegret Krewald hinterlasse ihrem Nachfolger „ein wohl bestelltes Schulhaus mit einem ausgezeichneten Ruf“.

Eindrucksvoll „nah dran“ schilderte Schulpflegschaftsvorsitzende Birgit Esser ihre Zusammenarbeit mit Annegret Krewald. Es sei nicht immer einfach gewesen, unterschiedliche Ansichten unter einen Hut zu bringen. „Aber letztendlich gab es immer einen Konsens“, erklärte sie. „Sie gaben uns Eltern immer das Gefühl, wichtig zu sein.“

Und so überreichte sie der Schulleiterin zum Abschied eine kleine Skulptur mit drei Menschen, die sich an ihren hoch ausgestreckten Händen halten: Lehrer, Eltern und Schüler. „Sie ließ uns Schüler mitentscheiden“, erklärte auch Schülersprecherin Yllka Shala und würdigte die festen monatlichen Gesprächstermine mit der Schulleiterin.

Der Leitende Regierungsschuldirektor, Paul Palmen, ließ die berufliche Vita von Annegret Krewald noch einmal Revue passieren. Sodann charakterisierte er sie als innovativ, mutig, teamfähig, verantwortungsvoll, offen für Neuerungen „und telefonisch schwer erreichbar“. Sie könne stolz sein, dass das KGH heute eine moderne Schule sei, nicht nur mit Blick auf seinen Gebäudebestand, sondern auch bezogen auf seine pädagogischen Konzepte.

Als Vorsitzende des Lehrerrats überreichte Caroline Wolff der Schulleiterin abschließend ein von den Lehrern verfasstes Buch mit vielen Tipps für den Ruhestand, das zugleich als Gästebuch für den Festakt diente. „Das war mit Abstand der schönste Schultag, den ich je hatte“, bedankte sich schließlich Annegret Krewald. „Man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Und das ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt“, befand sie.

Sportlich unterwegs – 5 KGH-Mannschaften beim Kreisschulsportfest Leichtathletik

Wie jedes Jahr findet im Juni das Kreisspulsportfest der Leichtathletik in Erkelenz statt und dieses Jahr nahm das KGH mit 55 Schülerinnen und Schülern, in fünf Mannschaften in verschiedenen Altersklassen, teil. So gingen jeweils eine Jungen- und Mädchenmannschaft in der Wettkampfklasse IV (Jahrgang 2009-2006) und in der Wettkampf III (Jahrgang 2007-2004) sowie eine Jungenmannschaft in der WK II (Jahrgang 2005-2002) an den Start.

Möglich gemacht wurde ein solch großes Teilnehmerfeld dieses Jahr vor allen Dingen durch die Leichtathletik AG, die seit April jede Woche stattfindet. Hier bereiteten Herr Laumen und Frau Scharfhausen viele Schülerinnen und Schüler gezielt auf die anstehenden Wettkämpfe vor und freuten sich über das große Interesse an den vielen Disziplinen der Leichtathletik.

Trotz der guten Vorbereitung reichte es auch dieses Jahr leider nicht für einen Platz ganz oben auf dem Treppchen, da die Teams aus Erkelenz mit vielen Vereinssportlern, wieder einmal zu stark waren. Aber in allen Disziplinen zeigten die Sportler und Sportlerinnen des KGHs, dass man gut vorne mithalten kann. Besonders in den Sprungdisziplinen stach das KGH immer wieder heraus. In der WK IV Mädchen konnten Emilie und Maya ihre Disziplinen mit großem Vorsprung und sensationellen 1,40m im Hochsprung sowie 4,51m im Weitsprung gewinnen. Auch Timo und Julius (WK II Jungen) überzeugten mit 5,50m und 4,94m im Weitsprung. Ihre Mannschaft lieferte sich bis zum Ende einen spannenden Kampf um den ersten Platz mit dem Cusanus Gymnasium und musste sich dann leider mit nur 64 Punkten Rückstand (von 6975 Punkten) denkbar knapp geschlagen werden.

Dennoch blicken alle Beteiligten äußerst positiv auf den heißen Tag in Erkelenz zurück. Es war ein tolles Erlebnis und für alle Sportlerinnen und Sportler eine besondere Erfahrung ihr Können in ihren Disziplinen unter professionellen Wettkampfbedingungen zu zeigen. Auch im nächsten Jahr soll die Leichtathletik AG wieder viele Schülerinnen und Schüler auf die Wettkämpfe vorbereiten, so dass in Zukunft vielleicht auch mal ein Platz ganz oben auf dem Treppchen dabei sein wird.

Die Ergebnisse im Überblick:

WK IV Jungen: 5. Platz mit 4350 Punkten

WK IV Mädchen: 3. Platz mit 4556 Punkten

WK III Jungen: 4. Platz mit 5460 Punkten

WK III Mädchen: 4. Platz mit 5379 Punkten

WK II Jungen: 2. Platz mit 6975 Punkten

Gleich sechs Preisträger aus dem Kreis Heinsberg

HEINSBERG. Wenn Theo Krings das Wort Bundeswettbewerb hört, zaubert ihm dies immer noch ein breites Lächeln ins Gesicht, denn so gut wie noch nie haben junge Musiker aus dem Kreis Heinsberg dieses Mal in Halle an der Saale abgeschnitten. „Je mehr ich darüber nachdenke, umso klarer wird mir, wie außergewöhnlich das Ergebnis ist“, sagt der Leiter der Heinsberger Jugendmusikschule.

Von den zwölf Teilnehmern aus der gesamten Region Aachen kamen sechs aus dem Kreis Heinsberg. Über hervorragende Leistungen im Regional- und Landeswettbewerb hatten sie sich für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Bei den Popsängern stellte die Jugendmusikschule Heinsberg alleine drei der 16 Teilnehmer aus NRW. In der höchsten Altersgruppe (AG) VII begeisterte Markus Bartz aus Waldfeucht-Schöndorf, der sich selbst am Klavier begleitete, uneingeschränkt und erreichte einen ersten Preis mit der Höchstpunktzahl 25. Christian Scheuss aus Heinsberg-Karken ersang in der AG IV 23 Punkte und damit einen zweiten Preis. Emily Ugiagbe aus Gangelt erreichte in der AG V 21 Punkte und damit einen dritten Preis. Begleitet wurden beide dabei von Klavierlehrer Cristian Ziegler.

Foto: Anna Petra Thomas In der Kategorie Violine erspielte sich Hannah Forg aus Erkelenz in der AG V ebenfalls einen ersten Preis mit 24 Punkten. Sie stammt ursprünglich aus der Klasse des verstorbenen Ernest Frissen von der Kreismusikschule. Ihren Violinunterricht erhält die Gymnasiastin inzwischen an der Musikhochschule Düsseldorf. Celina Nenninger aus Heinsberg-Karken erreichte in der AG IV 22 Punkte und damit einen zweiten Preis. Sie wird am Pre-College Cologne der Hochschule für Musik und Tanz Köln unterrichtet. Lian Elias Schell aus Erkelenz erzielte in der Kategorie Violoncello mit 21 Punkten einen dritten Preis in der AG IV. Begleitet wurde er am Klavier von seiner Schwester Jana, die dafür ebenfalls mit 21 Punkten und einem dritten Preis ausgezeichnet wurde. „Wenn man die Ergebnisse liest, könnte man jetzt leicht meinen, dass es für den, der es zum Bundeswettbewerb geschafft hat, quasi selbstverständlich ist, mit einem Preis wieder nach Hause zu kommen“, erklärt Krings. Aber weit gefehlt. „Da gab es auch mal nur 14 oder 15 Punkte in der Ergebnisliste“, sagt er. Und nicht nur bei den Streichern sei das Level sehr hoch gewesen, sondern auch bei den Popsängern, etwa durch die Konkurrenz der beim Bundeswettbewerb zugelassenen Teilnehmer der deutschen Schulen im Ausland, die etwa aus Kairo, Moskau oder Warschau in Halle angereist waren. Umso mehr freut ihn und seine Kollegen der anderen Schulen und Hochschulen natürlich jetzt, dass es alle sechs Teilnehmer aus dem Kreis Heinsberg auf das Treppchen geschafft haben. Kostproben ihres Könnens geben die Heinsberger Popsänger schon beim Sommer-Boulevard am Sonntag, 30. Juni, in der Heinsberger Innenstadt. Markus Bartz, dessen Traum es ist, bald sein erstes eigenes Album zu produzieren, spielt mit seinem Trio zudem am 5. Juli beim Open-Air-Konzert in Dremmen und am 31. August beim Open-Air-Konzert in Kempen.

EMSA on Tour

Am Freitag, dem 07.06.2019, haben sich über 50 Schülerinnen und Schüler nach der einmal im Monat stattfindenen Open Stage Pause auf den Weg in die Heinsberger City gemacht. ON TOUR haben diese Schülerinnen und Schüler bei herrlichem Wetter auf den Straßen Heinsbergs Musiziert und Gesungen. Dabei haben die SuS 70 Euro eingesammelt und dieses Geld an die Heinsberger Tafel gespendet. Es folgen ein paar Impressionen der ON TOUR!

Gänsehaut pur – das KGH bei der Aachener Chorbiennale

Alle zwei Jahre findet in Aachen ein absolutes Kulturhighlight statt, die CHORBIENNALE! Und schon zum zweiten Mal war auch das KGH mit der Chorklasse aus der Jahrgangsstufe 6 aktiv beteiligt. Im Rahmen des WDR-Schulchorprojektes gestalteten unsere Schülerinnen und Schüler das Eröffnungskonzert im „Kulturzentrum Straßenbahndepot“.

Chorbiennale 2019

Im ersten Teil des Konzertes präsentierten die fünf verschiedenen Schulchöre eigene ausgewählte Stücke. Der KGH-Chor unter der Leitung von Jacqueline Nelissen zog hier mit „Thank you for the music“ und „A million dreams“ das Publikum in seinen Bann. Den spannendsten Teil des Projektes stellte jedoch der zweite Teil des Konzertes dar. Hier vereinigten sich alle Schulchöre zu einem gemeinsamen großen Chor. Allein schon die Anzahl von ca. 200 aktiven Sängerinnen und Sängern beeindruckte. Passend zum Thema der diesjährigen Chorbiennale „Nordklang“ wurden dem Publikum nun verschiedene mystische Chorstücke präsentiert. „Days of Beauty“ und „Tundra“ von Ola Gjeilo, „Eatnemen vuelie“ aus dem Film „Frozen“ sowie als Abschluss „Adiemus“ von Karl Jenkins ließen die Zuhörer in eine andere Welt abtauchen. Wie sehr diese Darbietungen faszinierten, wurde spätestens bei dem nicht enden wollenden Applaus deutlich. So endete ein Konzert, das man so schnell nicht vergessen wird, mit lauter strahlenden und zufriedenen Gesichtern.

Große Eröffnung unseres Wasserspenders

Letzte Woche hat sich ein heimlicher Superstar ins KGH geschlichen: Während einige für Aquaman ins Kino müssen, haben ihn andere in unserer Mensa im Durchgang zum Q2-Raum entdeckt: Das KGH hat jetzt einen Trinkwasserspender – den Aquaman! Hier können ab sofort alle KGH-ler ihre Wasserflaschen mit Tafelwasser oder auch gekühltem Sprudelwasser auffüllen.

Die Schülerfirma Tree-Aqua hatte dafür am Donnerstag, dem 13.06.2019, zu einer großen Eröffnung eingeladen und zusammen mit dem Hausmeister, Herrn Nobis, sowie Herrn Lengert den Wasserspender symbolisch eröffnet. Dabei konnte die Schülerfirma Tree Aqua auch ihre erste Kollektion an handbemalten Wasserflaschen vorstellen, welche großen Anklang fanden und direkt unter dem Wasserspender ausprobiert wurden.

Eröffnung Wasserspender 1

Die Schülerfirma Tree-Aqua der UIII hatte sich zu Beginn des Schuljahres das Ziel gesetzt, Wassertrinken zu vereinfachen, denn wer kennt es nicht: Der Schultag ist lang, die Wasserflasche leer und passt nicht unter den Wasserhahn und der Bäcker in der Mensa hat auch schon zu. Daneben sollte es aber auch darum gehen, dem Müllproblem der Schule entgegen zu treten und ein Angebot zu schaffen, um Plastikflaschen – vor allem Einwegflaschen – zu ersetzen. Zu viele davon fliegen nämlich am Ende der Pausen über den Schulhof oder einfach in den Mülleimer.

Eröffnung Wasserspender 2

Dafür hat sich Tree-Aqua zum einen verschiedene Wasserspender-Angebote eingeholt und der Schulleitung vorstellen dürfen. Diese hat zusammen mit dem Kreis die Neuanschaffung des Wasserspenders möglich gemacht, wofür wir uns herzlich bedanken! Zum anderen hat sich die Schülerfirma aber auch intensiv mit dem Plastikproblem und seinen (globalen) Folgen auseinandergesetzt und Lösungen überlegt, wie man nachhaltiger und nebenbei auch gesünder konsumieren und leben kann. Heraus kamen wunderschön designte Wasserflaschen, welche die Schülerfirma von nun an regelmäßig an Langtagen zum kleinen Preis zum Kauf anbieten wird, sowie Ideen, wie man mit Müll kreativ umgehen kann.

In diesem Sinne: Think global – drink local. Viel Spaß am Wasserspender!

500 Jugendliche verbessern die Welt

Ein Zeitungsartikel von Anna Petra Thomas aus der Heinsberger Zeitung

KREIS HEINSBERG. Die Eckdaten sind beeindruckend: Über 85.000 junge Menschen haben im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) rund 3.400 soziale, politische und ökologische Projekte initiiert. Daran beteiligt waren am vergangenen Wochenende schätzungsweise über 160.000 Menschen aller Generationen in ganz Deutschland. „Uns schickt der Himmel“, lautete das Motto der Aktion.

In der Diözese Aachen war der BDKJ gemeinsam mit dem Bistum Träger der Aktion. Im Kreis Heinsberg beteiligten sich 22 Gruppen mit rund 500 Teilnehmern, wie Michael Kock vom regionalen Vorbereitungsteam am Ende erklärte. Damit habe sich die Zahl der Teilnehmer im Vergleich zu 2013 zwar um die Hälfte reduziert, räumte er ein. Dabei habe es jedoch dieses Mal wieder sehr gute Projekte gegeben. „Die Luft wird dünner“, sagte Kock mit Blick auf die eingeschränkte Freizeit der jungen Menschen im Rahmen des ganztägigen Schulbetriebs. Zudem würde es für die Gruppen immer schwieriger, sich frühzeitig für ein Projekt festzulegen. „Das ist eine Haltungsfrage, kein Vorwurf“, betonte er.

In Erkelenz etwa bauten die Pfadfinder am Altenheim der Hermann-Josef-Stiftung einen Pavillon, renovierten das Gehege des Streichelzoos oder gestalteten das Treppenhaus. Die Pfadfinder aus Immerath renovierten zudem das Schächerhäuschen in der Nähe des Erkelenzer Krankenhauses. Das Event-Team des Cornelius-Burg-Gymnasiums baute in der Schule Stände zu verschiedenen Ländern auf, informierte, verkaufte landestypische Speisen zugunsten eines Projekts gegen Kinderarbeit. Die Firmlinge der Pfarrei Christ König schließlich fotografierten die Erkelenzer Spielplätze um der Stadt so einen guten Überblick über den aktuellen Zustand zu geben.

In Kooperation mit dem Nabu und der Gemeinde engagierten sich Pfadfinder und Firmlinge in Gangelt für eine Streuobstwiese. Da die Bäume dort mit zu viel Abstand gepflanzt worden waren, pflanzten sie Hecken und Sträucher in den Zwischenräumen.

An der Restaurierung des Spielplatzes an der Ophovener Mühle in Wegberg und dessen Ausstattung mit neuen Spielgeräten beteiligten sich die Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) aus Erkelenz. Dieses Projekt besuchte sogar der Aachener Bischof Helmut Dieser am Samstag.

In Heinsberg waren zwei neunte Klassen des Heinsberger Kreisgymnasiums mit ihren Religionslehrern aktiv. Zwei Gruppen entsorgten Müll und zupften Unkraut rund um die Schule und im Klevchen oder auf dem Heinsberger Burgberg. Eine andere Gruppe unterstützte die Heinsberger Tafel beim Umzug ihres Lebensmittellagers, eine vierte richtete eine Handy-Sammelstelle ein als Auftakt für eine dauerhafte Aktion zugunsten von Missio.

In Hückelhoven gestalteten die Messdiener Pflanzbeete am Kindergarten und engagierten sich im Altenheim St. Lambertus.