Kulturabend am Kreisgymnasium Heinsberg

Wieder fand das schon zur Tradition gewordene Solistenkonzert des Kreisgymnasiums statt, diesmal in einem neuen Rahmen, der Musik und Bildende Kunst angenehm miteinander verband.
Begrüßt wurden die Gäste zunächst mit dem Musikstück „Kanon in D“ von einem kleinen Schülerensemble unter Leitung und Mitwirkung von Susanna Schael. Derart in Stimmung gebracht folgte für die Zuhörer ein unvergesslicher Abend voller musikalischer Highlights. Theo Krings, der das Solistenkonzert vor über 20 Jahren ins Leben rief, führte locker und amüsant durch den Abend. Jeder einzelne Solist konnte für sich begeistern und beglückte die Anwesenden mit seiner Musik. Viele der jungen Musiker hatten schon mehrfach am Solistenkonzert teilgenommen, Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangstufen waren vertreten. Die einzelnen Vorträge waren in ihrer Qualität derart beeindruckend, dass mehrfach Erstaunen darüber geäußert wurde. Und natürlich gesellte sich auch berechtigter Stolz hinzu. Stolz der Eltern, der Lehrer des Kreisgymnasiums und der Lehrer der Musikschule Heinsberg, die einige der Solisten bei ihrem jeweiligen Vortrag unterstützten. Für diesen Einsatz auch von dieser Stelle aus ein herzlichen Dankeschön!
Begleitet wurde das Solistenkonzert zum ersten Mal von einer Ausstellung von Werken aus dem Kunstunterricht. Auch hier fanden sich Werke aus verschiedenen Jahrgangsstufen, Druckarbeiten, perspektivische Zeichnungen sowie viele verschiedene Zeichnungen sowohl naturalistischer als auch ausdruckshafter Art.
In der Pause des Konzerts luden Bernd Ingenhütt, der Vorsitzende des Fördervereins, und Joachim Lengert die Gäste ein, die Abiturgabe des Kreisgymnasiums in Augenschein zu nehmen und auch käuflich zu erwerben. Seit 2016 gibt es die Abiturgabe am KGH, ein ganz besonderes, künstlerisches Geschenk der Schule an ihre Abiturienten. Finanziert wird dieses Präsent durch die Anfertigung einer etwas höheren Stückzahl. Diese wenigen Exponate stehen zum Verkauf, jedes einzelne ein Original und auch ein Unikat, da die Künstler individuelle Überarbeitungen bei den Werken vornahmen. Da freute sich manch einer an diesem Abend, durch seinen Kauf nicht nur die Abiturgabe unterstützt zu  haben, sondern seiner Kunstsammlung ein ganz besonderes Werk hinzufügen zu können. Andere haben vielleicht die ersten Stücke für den Beginn einer heimischen Galerie  erworben. Verständlich, wenn man bedenkt, dass die gezeigten Kunstwerke nicht nur gefallen, sondern auch von vier namhaften Künstlern gefertigt  wurden. Alles in allem war der von der Kulturstiftung der Sparkasse geförderte Abend eine gelungene Mischung aus akustischen und optischen Genuss.

Liebe Solisten, ihr habt eurem Publikum an diesem Abend gezeigt, was ihr könnt, auch ihr selbst könnt stolz auf euch sein!

Als Solisten vorgetragen haben:
Mia dos Santos (Klarinette) – Elena Linssen (Querflöte) – Charlotte Maurer (Klavier) – Garik Dumanjan (Violine) – Melina Scherer (Klavier) – Lotte Bürgerstein und  Mattea Buschhüter (Querflöte) – Alina Steiger (Klavier) – Anthony Feik (Violine/Talharpe) – Mette Schiffers (Klavier) – Sophia Saad (Violine/ Gesang) – Rosa von den Driesch (Klavier/ Querflöte) – Nathalie Esser (Violine) – Christian Scheuss (Gesang) – Isabella Sausen (Klavier) – Lukas Rinkens (Gitarre) – Julianna Habib (Gesang),  Doris Hoppe (Geige), Anika Korobkov (Klavier), Nikita Steiger (Tanz) – Alexandra van Berg und Jule Meyers (Querflöte)

Dem Begrüßungsensemble gehörten an:
Anthony Feik, Garik Dumanjan, Sophia Saad (Geige), Paul Steins (Schlagzeug), Lotte Bürgstein, Mattea Buschhüter, Rosa von den Driesch (Querflöte), Simon Houben (Trompete), Lauritz Weidenhaupt (Posaune), Susanna Schael (Geige).

Die Künstler, die bisher eine Abiturgabe erstellten, sind:
Hermann Josef Mispelbaum, Monika Esser, Antonio Nuñez und Walter Dohmen.

Von allen vier Künstlern sind noch ein paar Exponate erhältlich.

Einen Bericht über den Abend aus der Heinsberger Zeitung von Anna Petra Thomas finden Sie hier:

https://www.aachener-zeitung.de/lokales/heinsberg/kulturabend-mit-viel-musik-und-kunst-im-kreisgymnasium-heinsberg_aid-47582753

Promball 2019

Ab sofort können die Karten für den diesjährigen Promball am Freitag, dem 20.12.2019, in den Pausen bei der SV gekauft werden. Ebenso sind Anmeldungen der Ehemaligen im Sekretariat möglich.

Das Formular für die Einverständniserklärung der Teilnahme von Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren finden Sie hier:

Einverständniserklärung U16

Der „Muttizettel“ für den KGH-Promball steht ebenfalls hier zum Download bereit:

Muttizettel

Fridays and mondays for future

Am Montag, dem 5.11.2019, war Landrat Pusch bei uns, der Klasse 9e im Unterricht. Wir arbeiten an einem Projekt, das sich mit den Chancen und Gefahren von Plastik beschäftigt, z. B. welche Gesundheitsrisiken aus der Verschmutzung mit Mikroplastik entstehen. Er hat uns einige Fragen zum Thema Plastik beantwortet und mit uns darüber diskutiert, wie man das Problem bewältigen kann.
Hauptsächlich haben wir erfahren, dass es für ihn als Landrat schwierig ist, etwas von dem, was er gerne umsetzen möchte, auch durchzuführen, weil er sehr stark vom Bundestag, Landtag und Kreistag abhängig ist und deren Beschlüsse umsetzen muss. Jedoch versucht er, seine Ideen im Bereich der freiwillige Aufgaben der Gemeinde einzubringen. Zum Beispiel gibt es im neuen Jahr einen Umweltschutzbeauftragten mit eigenem Budget. Zusätzlich versucht der Landrat mit einer Stofftaschenoffensive Leute zum Umdenken anzuregen.
Leider war die Zeit zu schnell um, um alle Fragen zu beantworten, aber alles in allem konnten wir aus dem Gespräch mitnehmen, dass wir alle als Konsumenten für die Probleme durch Plastik mitverantwortlich sind und dieses durch unsere Entscheidungen beeinflußen können. Wir wissen jetzt auch, dass sich Politiker mit dem Thema auseinander setzen. Es muss aber noch viel mehr passieren.
Das wurde auch deutlich als wir am Freitag, dem 8.11.2019, nach Kerkrade ins Theater gefahren sind zum „Walk yr Earth“-Event der Euriade. Dort konnten wir in einer Diskussionsrunde andere Schüler*innen – auch aus den Niederlanden – und Experten wie Unternehmer, Forscher, Politiker oder den Direktor des Gaia-Zoos oder des Cube-Museums Fragen stellen. Auch dort wurde betont, dass unsere eigenen Kaufentscheidungen viel bewirken können, dass es aber noch viel mehr Anstrengungen braucht – von allen! Nicht nur der Jugendgeneration. Die Diskussion zeigte aber auch, dass es noch viel Unwissenheit und Unsicherheit gibt und dass man auch bei dieser Diskussion respektvoll miteinander sprechen muss. Nicht einfache Schuldzuweisungen, sondern das GEMEINSAME Angehen von Problemen wurde betont.
Ein Artikel zum Besuch des Landrats findet sich auch hier: https://www.kreis-heinsberg.de/aktuelles/aktuelles/?pid=5050

Wettbewerb „Weihnachtskarte 2019“

Liebe Schülerinnen und Schüler des Kreisgymnasiums Heinsberg,

Wir starten wieder, wie bereits in den letzten Schuljahren, einen Weihnachtskartenwettbewerb. Es können gemalte, gezeichnete, geklebte oder gebastelte Karten mit weihnachtlichen Motiven im Format 10 x 15cm zu diesem Wettbewerb eingereicht werden.

Da die Weihnachtskarten verschickt werden, soll auf Klappkarten gearbeitet werden, das Papier sollte nicht zu dünn sein.

Aus den abgegebenen Arbeiten werden von einer Jury die drei beliebtesten Karten ausgewählt und mit einem Preis belohnt:

1. Preis: 20 Euro-Gutschein von Gollenstede

2. Preis: 15 Euro-Gutschein von Gollenstede

3. Preis: 15 Euro-Gutschein von Gollenstede

Die Karte, die den 1. Preis gewinnt, wird eingescannt und vervielfältigt. Sie wird in diesem Jahr mit einem weihnachtlichen Gruß an vielen öffentlichen Stellen unsere Schule repräsentieren.

Abgabetermin ist der 6. Dezember 2019 bei Frau Pistel im Sekretariat. Bei weiteren Fragen könnt ihr euch an eure Kunstlehrer wenden.

Wir freuen uns auf Eure Ideen!

Skibasar – eine Aktion für das Ski-Profil

Ein besonderes Highlight im KGH-Schulleben stellt das „Ski-Profil“ in der Jahrgangsstufe EF dar. Das Profil macht es möglich, dass unsere Schülerinnen und Schüler – auf freiwilliger Basis – das Skifahren erlernen bzw. ihre skifahrerischen Fähigkeiten weiterentwickeln können. In den letzten Jahren ist erfreulicherweise die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger stark gestiegen, so dass wir beispielsweise in diesem Jahr mit knapp dreißig Neulingen und weiteren fünfzehn Fortgeschrittenen in Richtung Alpen aufbrechen werden.

Da neben den Fixkosten einer Skiwoche weitere zusätzliche Kosten für die Skibekleidung entstehen, möchten wir es in diesem Jahr versuchen, einen kleinen „KGH-Skibasar“ durchzuführen, um unseren Schülerinnen und Schülern (Alter der Schülerinnen & Schüler: 14-17) preiswerte Alternativen anbieten zu können.
Hier kommen Sie ins Spiel!
Sollten Sie Skiausrüstung besitzen, die Sie nicht mehr benötigen und daher gerne verkaufen oder spenden möchten, so ist es möglich, diese über die Schule an die Teilnehmer des Skiprofils anbieten zu lassen.

Folgende Skiausrüstungsgegenstände nehmen wir an: Folgende Skiausrüstungsgegenstände nehmen wir nicht an:
Skijacke
Skihose
Skihandschuhe
Skibrille
Skirolli
Skier
Skistöcke
Skischuhe
Helme
Skiunterwäsche
Skisocken

An folgenden Terminen ist es möglich, Gegenstände in der Schule im großen PZ (Trakt II) abzugeben:
Mittwoch, 13.11.19, MiPa
Donnerstag, 14.11.19, MiPa 

Bitte geben Sie zur Abgabe das Begleitformular ausgefüllt mit. Das Formular ist als pdf-Datei auf „Moodle“ oder als Kopiervorlage im Sekretariat erhältlich. Nur dann ist eine Annahme möglich!

Anmerkungen zum Verkauf:
Pro verkauftem Artikel behalten wir eine Verkaufsgebühr von 1€ ein. Nicht verkaufte Artikel werden selbstverständlich im Anschluss wieder ausgegeben.
Bei einer Spende legen wir einen Verkaufspreis fest.
Gespendete Artikel, die nicht verkauft wurden, werden für das kommende Jahr eingelagert.
Alle beim Skibasar erzielten Erträge kommen vollständig der aktuellen Skifahrt zu Gute.
Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gerne per Email (m.laumen@kreisgymnasium-heinsberg.de) an mich wenden.

Mit sportlichen Grüßen
M. Laumen

Tag der offenen Tür 2019 – das KGH öffnet seine Pforten

Am Samstag, dem 23.11.2019, lädt das Kreisgymnasium Heinsberg alle Interessierten ein, einen umfassenden Einblick in das Schulleben am KGH zu gewinnen. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr und endet um 13 Uhr.

Für Grundschüler und ihre Eltern besteht im Zeitraum zwischen 9.45 Uhr und 10.45 Uhr die Möglichkeit zu Unterrichtsbesuchen in zwei Fächern.

Im Anschluss daran kann man sich bis 13 Uhr gründlich über die pädagogischen Schwerpunktsetzungen der Schule und ihre zusätzlichen Angebote wie beispielsweise die musikalischen Angebote (Streicherklasse usw.) informieren. Lehrerinnen und Lehrer der Schule, Vertreterinnen und Vertreter der Schulpflegschaft sowie die Schülervertretung stehen zu Gesprächen bereit.

Wer sich nicht auf eigene Faust auf Entdeckungsreise durch die Fachräume mit ihren Präsentationen und Mitmachangeboten begeben mag, kann sich um 10.45 Uhr einer der Führungen anschließen, die unter Leitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen stattfinden.

Eine Übersicht über das diesjährige Programm und die angebotenen Fächerkombinationen finden Sie hier.

Für interessierte Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Haupt- und Realschulen findet ab 9.45 Uhr eine Führung und anschließend zwei Oberstufen-Schnupperstunden statt. Ab 11.45 Uhr wird es dann eine Informationsveranstaltung im Medienraum (1201) geben. Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Während des gesamten Vormittages sorgt das Oberstufen-Café im Lehrerzimmer für das leibliche Wohl der Gäste. Für die Kleinsten ist eine Betreuung im Schüleraufenthaltsraum eingerichtet.

Ergänzt wird dieser Einblick in das Schulleben am KGH durch einen Abend für Grundschuleltern zur Information über die Schule und ihre Bildungsgänge am 16. Januar 2020 um 19.30 Uhr im Kreisgymnasium. Für Real- und Hauptschüler gibt es am 20. Januar die Gelegenheit, Schülerinnen und Schüler der Stufe EF des KGH während eines Vormittages zu begleiten und so Einblick in den Unterricht der Oberstufe und den Schulalltag zu gewinnen.

In diesem Schuljahr auf der Theaterbühne: MEDEA

Der LITERATURKURS DER OBERSTUFE wird in diesem Schuljahr die Tragödie MEDEA aufführen, die um 400 v. Chr. von dem griechischen Dichter EURIPIDES geschrieben wurde. Das Stück erzählt die Geschichte einer grausamen Rache. Weil ihr Mann Jason sie verlassen und Kreusa, die Tochter des Herrschers von Korinth, geheiratet hat, tötet MEDEA nicht nur diese, sondern auch die beiden Söhne, die sie gemeinsam mit Jason hat. Bei MEDEA handelt es sich um ein Schauspiel, das auch 2400 Jahre nach seinem Entstehen gleichermaßen fasziniert und verstört.

Studienfahrt nach Auschwitz 2019

Auschwitz – dieser Name weckt in jedem diffuse Vorstellungen eines Ortes des Grauens. Doch was bedeutet Auschwitz konkret? 52 Schülerinnen und Schüler des Kreisgymnasiums Heinsberg scheuten sich nicht, Augen und Herz für dieses dunkle Kapitel der Geschichte zu öffnen und besuchten bei einer Studienfahrt das Stammlager Auschwitz I und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Sechs Tage in Krakau, Auschwitz und Berlin hinterließen bei den Schülern bleibende Eindrücke, unendliche Bestürzung und viele Fragen. Dabei begleitete die Gruppe durch alle Stationen der Studienfahrt hindurch vor allem die eine große Frage. Wozu sind Menschen in der Lage?

Die nun bereits zum sechsten Mal durchgeführte Studienfahrt unter der Leitung von Michael Matzerath ermöglichte zur Beantwortung dieser Frage vielschichtige und sehr differenzierte Einblicke in die Positionen von Opfern, Täten, Zuschauern und Wegschauern.

Beginnend mit einer Stadtführung durch das 1150 km entfernte Krakau, lernten die Schülerinnen und Schüler auch das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz kennen, wo sie eine jüdische Synagoge und einen alten jüdischen Friedhof besichtigten. Anschließend wurde das ehemals jüdische Ghetto Podgorze besucht. Neben den zahllosen kleinen und großen Geschichten, die hier nahezu alle Hausfassaden erzählen, hinterließen insbesondere die Reste der vier Meter hohen Ghettomauer, deren oberer Abschuss der typischen Form jüdischer Grabmäler entspricht sowie der große Platz, auf dem sich die Bewohner des Ghettos am Morgen zum Abtransport in die Lager einfinden mussten, bezeichnende Bilder. Den Abschluss in Krakau stellte ein Besuch in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers dar, die mit hohem museumspädagogischen Aufwand aufbereitet und teilweise zum Museum über die deutsche Besatzung in Krakau umgebaut wurde.

Die Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz führte die Dimensionen des Schreckens der NS-Zeit auf vielfache Weise eindringlich vor Augen. Dabei benötigten die Räume, vollkommen gefüllt mit abrasierten Frauenhaaren, in den Gaskammern hinterlassenen Prothesen, Schuhen, oder übrig geblieben kleinen Habseligkeiten der Häftlinge, keine Erklärung und hinterließen nahezu wortlos eine grenzenlose Bedrückung.

Ebenso intensiv erlebten die Schülerinnen und Schüler auch die zahlreichen Fotographien der Häftlinge. Flure, gefüllt mit hunderten unbekannten Häftlingsgesichtern, die mit unbeschreiblichem Ausdruck in die Kamera blicken und damit die Besucher scheinbar direkt selbst anschauen, wirkten erschreckend und ergreifend.

Besonders emotional empfanden die Schülerinnen und Schüler auch die Bilder der verhungernden Kinder, die für die sadistischen Menschenversuche Josef Mengeles ausgewählt wurden und die Einzelschicksale hinter den bereits bekannten großen Zahlen verdeutlichten.

Die Wirkung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau wurde durch die äußeren Gegebenheiten zusätzlich unterstrichen. Bei sengender Hitze und über 40 °C ohne Schatten überquerten die Schüler das weitläufige Arbeitslager und sahen unter anderem die Lagerbaracken, einen ehemaligen Zugwagon, in dem die Häftlinge das Lager erreichten sowie die sogenannte „Sauna“, in der die zur Arbeit ausgewählten Häftlinge desinfiziert, rasiert und mit der Häftlingsnummer tätowiert wurden, um von einem Individuum zur Nummer verwandelt zu werden. Die entstandenen Eindrücke und Fragen wurden über die Möglichkeiten der Führung hinaus anschließend in einer gemeinsamen Reflexionsrunde geschildert und diskutiert.

Den Abschuss der Studienfahrt bildete Berlin, wo das Holocaustdenkmal, die erleuchtete Glaskuppel des Reichstagsgebäudes sowie die Ausstellung „Topographie des Terrors“ besucht wurden.

Die Studienfahrt blieb damit insgesamt nicht bei der Aufarbeitung der Vergangenheit stehen, sondern hat eine klare Botschaft: Die Verbrechen sind zwar in Auschwitz geschehen, aber sie können wieder geschehen – egal an welchem Ort und mit welcher Intention. Die Erinnerung an Auschwitz ist nicht nur wichtig, um den zahllosen Opfern zu gedenken oder die Geschichte zu kennen – sie ist notwendig für unsere Gegenwart und Zukunft. Die Konfrontation mit dem Schreckensort wird damit zu einem wichtigen Aspekt der Erinnerungskultur und zum Mahnmal für die Zukunft zugleich.

Er ist „der Neue“: Christof Schröder übernimmt offiziell Leitung des KGH

Am vergangenen Freitag, dem 30.08.2019, wurde Christof Schröder nun auch offiziell in sein Amt als Schulleiter des Kreisgymnasiums Heinsberg eingeführt. An dem Festakt nahmen neben zahlreichen Schülerinnen und Schülern sowie Mitgliedern des Kollegiums auch Dezernent Paul Palmen und Landrat Stephan Pusch teil. Schröder bekundete in seinen Antrittsworten sowohl Repsekt vor als auch Freude auf die vor ihm liegenden Aufgaben.

Schulleiterin des Kreisgymnasiums verabschiedet sich

Ein Artikel von Anna Petra Thomas aus der Heinsberger Zeitung

HEINSBERG. Im Rahmen eines Festakts mitten auf dem Schulhof des Kreisgymnasiums bei strahlendem Sonnenschein, aber reichlich Wind, haben sich Vertreter von Schule, Schulträger und Bezirksregierung von Schulleiterin Annegret Krewald verabschiedet, die in den Ruhestand geht.

Nicht weniger als 160 musizierende Schüler gestalteten die ausgedehnte Feierstunde musikalisch mit Orchester- und Chorbeiträgen unter der Leitung von Susanna Schael und Jaqueline Nelissen. Vorangegangen waren diesem Abschluss so einige Überraschungen. Schon am Morgen hatte Schülersprecherin Yllka Shala die Schulleiterin in ihrem Büro abgeholt und sie in einzelne Klassen geführt, in denen die Schüler sich auf ganz eigene Weise musikalisch oder mit anderen Aktivitäten verabschiedet hatten. Zum Abschluss des Schultages hatten sie sich alle Schüler auf dem Schulhof versammelt, um ihr mit einem weißen Taschentuch zuzuwinken. Schließlich hatten sie mit ihren bunt bemalten Händen das Wort „Danke“ auf einem weißen Tuch geformt, das über dem Eingang zum Schulhof hing.

„Dieser Tag schwebte eine ganze Zeit wie eine Drohung über uns“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Joachim Lengert in seiner Begrüßung und ergänzte, an Annegret Krewald gewandt: „Sie waren so lange und so erfolgreich hier tätig, dass es kaum vorstellbar ist, ohne Sie auszukommen.“

Landrat Stephan Pusch als Vertreter des Schulträgers bescheinigte der Schulleiterin, in den 18 Jahren am Kreisgymnasium Fachwissen, Führungsqualität und Engagement unter Beweis gestellt zu haben. Dabei habe sich die Schule in dieser Zeit erheblich gewandelt, nicht nur räumlich, auch in puncto Digitalisierung, G8 und wieder zurück oder Ganztags- und Mensabetrieb.

Foto: Anna Petra Thomas

Alle Investitionen in die Schule dürften auch als Zeichen für eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und -träger gewertet werden, so Pusch. Dabei sei es der Schulleiterin immer wichtig gewesen, nicht dem Zeitgeist zu folgen, sondern am gymnasialen Bildungsanspruch festzuhalten. „Und so hat das Abitur am Kreisgymnasium immer noch einen besonderen Rang, so wie diese Schule immer noch einen besonderen Ruf hat“, betonte er. Annegret Krewald hinterlasse ihrem Nachfolger „ein wohl bestelltes Schulhaus mit einem ausgezeichneten Ruf“.

Eindrucksvoll „nah dran“ schilderte Schulpflegschaftsvorsitzende Birgit Esser ihre Zusammenarbeit mit Annegret Krewald. Es sei nicht immer einfach gewesen, unterschiedliche Ansichten unter einen Hut zu bringen. „Aber letztendlich gab es immer einen Konsens“, erklärte sie. „Sie gaben uns Eltern immer das Gefühl, wichtig zu sein.“

Und so überreichte sie der Schulleiterin zum Abschied eine kleine Skulptur mit drei Menschen, die sich an ihren hoch ausgestreckten Händen halten: Lehrer, Eltern und Schüler. „Sie ließ uns Schüler mitentscheiden“, erklärte auch Schülersprecherin Yllka Shala und würdigte die festen monatlichen Gesprächstermine mit der Schulleiterin.

Der Leitende Regierungsschuldirektor, Paul Palmen, ließ die berufliche Vita von Annegret Krewald noch einmal Revue passieren. Sodann charakterisierte er sie als innovativ, mutig, teamfähig, verantwortungsvoll, offen für Neuerungen „und telefonisch schwer erreichbar“. Sie könne stolz sein, dass das KGH heute eine moderne Schule sei, nicht nur mit Blick auf seinen Gebäudebestand, sondern auch bezogen auf seine pädagogischen Konzepte.

Als Vorsitzende des Lehrerrats überreichte Caroline Wolff der Schulleiterin abschließend ein von den Lehrern verfasstes Buch mit vielen Tipps für den Ruhestand, das zugleich als Gästebuch für den Festakt diente. „Das war mit Abstand der schönste Schultag, den ich je hatte“, bedankte sich schließlich Annegret Krewald. „Man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Und das ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt“, befand sie.